Hauptinhalt
Erneuerbare Fernwärme für Villmergen - Baustart der neuen Wärmezentrale
Ein weiterer bedeutender Meilenstein in Richtung nachhaltiger und umweltfreundlicher Wärmeversorgung wurde gesetzt. Am 1. April fand der Spatenstich für den Bau der neuen Heizzentrale statt: Der Mittelpunkt der Villmerger Fernwärmeversorgung.
Mit dem „Wärmeverbund Villmergen Nord“ setzt die Gemeinde auf eine zukunftsorientierte Wärmeversorgung, die unabhängig von fossilen Brennstoffen bleibt. Die hochmoderne Wärmezentrale südlich des Tennisplatzes nutzt erneuerbare Energie in Form von Holzschnitzeln aus unserem Rieteberger Wald. Nachdem die Gemeindeversammlung am 24. November 2023 diesem Projekt zugestimmt hat, konnte nun mit dem Bau gestartet werden. Gleichzeitig beginnt auch der Werkleitungsbau im Bereich des Sagiwegs.
Ursprünglich war geplant, die ersten Haushalte im Herbst 2025 mit CO₂-neutraler Wärme für Heizung und Warmwasser zu versorgen. Aufgrund unerwarteter Verzögerungen im Baubewilligungsprozess erreichen wir dieses Ziel erst zeitversetzt. Gemeinsam mit unseren neuen und bestehenden Wärmekunden arbeiten wir lösungsorientiert daran, eine lückenlose Wärmeversorgung bis zur Inbetriebnahme der Fernwärmezentrale sicherzustellen. Wir freuen uns, voraussichtlich ab 2026 auch weiteren Interessenten die Möglichkeit zu bieten, sich dem Wärmeverbund anzuschliessen und somit von der nachhaltigen Wärmeversorgung profitieren zu können.
Einen Blick auf das Herzstück: Die Heizzentrale
Die Heizzentrale misst 22 auf 23 Meter und ist rund 8,3 Meter hoch. Dabei erfüllt sie alle strengen Bestimmungen der Luftreinhalteverordnung. Installiert und betrieben wird sie vom «ewz», dem Elektrizitätswerk der Stadt Zürich. Direkt neben dem Technikraum befindet sich das Schnitzeldepot mit automatischem Schubboden, welcher erlaubt, dass LKWs die Holzschnitzel direkt abladen können. So wird kein externes Lager benötigt.
Während einer ersten Phase befindet sich im Inneren der Zentrale ein Brenner mit einer Leistung von 700 Kilowatt. In den nächsten fünf Jahren wird mit dem Ausbau des Wärmeverbundes ein weiterer Brenner hinzukommen. Das ist ein grosser ressourcenschonender Vorteil: Weitet sich das Wärmeversorgungsgebiet nämlich aus, kann so das Heizvolumen weiterhin flexibel und bedarfsgerecht an wärmere Aussentemperaturen angepasst werden.
40% des Strombedarfs der Wärmezentrale werden durch die 100 kW-Solaranlage gedeckt, welche die GWV direkt auf dem Dach installieren. Für eine mögliche Erweiterung der Anlage bietet das umliegende Gelände ausreichend Platz, sodass ein dritter Brenner eingebaut und die steigende Nachfrage an erneuerbarer Wärme jederzeit gedeckt werden kann.
Noch Fragen?
Mehr Informationen zum Thema Fernwärme finden Sie hier. Zudem halten wir Sie in künftigen Rieteberg-Ausgaben und in dieser News-Sektion über die Fortschritte des gesamten Bauprozesses auf dem Laufenden.